Unser Wochenende in Bildern – Singapur – 12.-14. Juni 2020

Welcome back zu einem neuen Wochenende in Singapur.

Dieses haben wir am Freitagabend mit einer Dating-night eingeläutet.

Während wir also die Kids ins Bett brachten, bereitete das französische Le Café Diabolo in der Alliance Française, dem Club der französischenstämmigen Gemeinde Singapurs um die Ecke, unser Essen vor. Französische Brotzeit und dazu absolut authentische Galettes. Unfassbar lecker. Und dazu das erste Glas Wein nach 3 Wochen Abstinenz. Ein bisschen Cote d´Azur Urlaubsfeeling in der Home Stay Zwangspause.

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Am Samstagmorgen haben wir uns das erste Mal Frühstück liefern lassen. Und nachdem ich eine Umfrage im Condo-Chat zu den besten Croissants gestartet hatte, entschieden wir uns also für die Artisan Boulangerie. Eggs Benedict mit Lachs, köstliche Croissants, Chai Latte, Smoothies und dazu Pancakes mit karamellisierten Bananen, Nüssen und verschiedenen Beeren. OMG – Oh mein Gott, so lecker!!!

Warum sind wir nicht früher auf die Idee gekommen, dass man in Singapur, einem Land in dem niemand kocht, sogar Frühstück bestellen kann?! (Immerhin bestellt meine Freundin Jade sich sogar einen Iced Latte online, den sie dann zwanzig Minuten später in ihrem schönen Garten genießt). Ein Land der unbegrenzten (kulinarischen) Möglichkeiten.

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Während wir also frühstücken spielt Felix mit dem neuen Equipment meines aktuellen Projekts „Häkelküche“: Damit ich nicht nur meine Stoffe vernähe, sondern auch die Wollreste verarbeite, widme ich mich seit zwei Wochen dem Projekt „Häkelküche„. Und da die kleinen Teilchen sich überraschend schnell häkeln und ich abends Zeit habe, freut sich Felix fast täglich über neues Zubehör für seine nicht vorhandene Küche.

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Da eine Duenge Warnung für unsere Nachbarschaft ausgegeben wurde, präparieren wir uns -falls das denn überhaupt geht- an diesem Wochenende noch besser. Das Duenge-Fieber hat Singapur in diesem Jahr außergewöhnlich fest im Griff. Und nun sind auch die ersten Fälle dieses von Mücken übertragenen Fiebers in unserem Condo und der unmittelbaren Umgebung aufgetreten. Generell wird überall ca. zweimal wöchentlich die Umgebung eingeräuchert sowie die Pflanzen mit Pestiziden eingesprüht, um die Mückenpopulation im Griff zu behalten. Auch zahlt man Strafen für stehendes Wasser in beispielsweise Blumentöpfen, um eine mögliche Larvenbildung darin zu vermeiden. Die Kontrollen erfolgen unangekündigt.

Aber nicht genug. Zusätzlich schützen wir uns mit Mosquito Coils, runden Räucher-Spiralen, die über 10 Stunden langsam abbrennen und einen Duft versprühen, den die Mosquitos meiden. Außerdem sprühen wir uns und die Kids mehrfach täglich ein. Generell bemerkt man die Mücken nicht großartig, da es aufgrund der Maßnahmen in Ihrer Anzahl nie viele sind. Wenn Dich aber eine, insbesondere von den gestreiften Exemplaren erwischt, ist eine Ansteckung mit dem Duenge-Fieber möglich. Also auf Nummer sicher gehen.

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Regen. Es regnet seit 2 Tagen gefühlt durch. Am Samstagabend erreichen wir dann die tiefsten Temperaturen, die wir bisher in Singapur erleben durften. Der Dauerregen führt zu einem Absenken auf um 20 Uhr nur kalte 27 Grad. Wo ich friere und mich nicht mal mit dem großen Zeh in den Pool wage freut Martin sich und nutzt das für ihn angenehmere Wetter zum Joggen.

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Am Sonntag machen wir uns direkt am Morgen auf und fahren das erste Mal zum wohl bekanntesten Wet Market in Singapur, dem Tekka Wet Market. Ja, hier ist -herrscht nicht gerade eine weltweite Pandemie- auch am Sonntag alles, aber wirklich alles geöffnet.

Die Wet Market Kultur könnte man ein wenig mit den europäischen Wochenmärkten vergleichen. Nur haben diese täglich geöffnet und werden zwar nicht von lokalen Bauern (die gibt es hier nämlich nicht), aber trotzdem frisch beliefert. Hier findet man die frischeste und günstigste Auswahl an Gemüse, Obst, Fleisch und Fischprodukten. Dazu noch Kleidung und allerlei, das man braucht und nicht braucht.

Wir decken uns mit frischem Obst ein und führen unsere Testreihe „Neues probieren“ fort. Heute Longkong… Sieht ein bisschen aus wie eine Frühkartoffel, ist aber eine Frucht und schmeckt ein wenig wie Litschi.

Im Anschluss spazieren wir ein wenig durch das im Moment halbwegs ruhige Little India….

….und wagen eine kleine Bustour stadtauswärts mit dem 67er Doppeldecker. Wir machen es uns in der ersten Reihe des Oberdecks gemütlich und genießen den Ausblick. Nahe der Ostküste, in Geylang, steigen wir um und nehmen die gleiche Linie zurück, die später genau vor unserem Condo halten wird. Geylang scheint auf den ersten Blick unglaublich schön. Sehr grün, viele kleine Shophouses mit Restaurants, dem unfassbar schönen Geylang Serai Wet Market und das alles sehr „local“.

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Zu Hause angekommen, holen wir uns schnell bei unserem Lieblingsinder süße CoinPrata (hauchdünner, in der Luft zu Schnecken gewirbelter Teig in karamellisiertem Zucker) mit scharfem Mutton und die heißgeliebte Eggprata für die Jungs.

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Und während des ganzen Tages freue ich mich, mich endlich mal wieder in Schale geworfen zu haben. Zu Hause waren es zwischen Kinderbespaßen und Sport dann doch meist eher die gleichen drei Kleider wie immer.

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Der letzte Punkt meines „Wochenendes in Bildern“ steht ganz unter dem Motto „Vermissen“. Als ich nämlich am Wochenende auf „ältere“ Fotos stieß, ergriff sie mich: Die große Sehnsucht, das große Vermissen. Ich vermisse an diesem Wochenende trotz Regenwetters unseren Strand. Ich vermisse die Stimmen von anderen Menschen um mich herum, ich vermisse den Trubel, die Gespräche, ich vermisse die Abwechslung, ich vermisse das Rausgehen. Und vor allem vermisse ich die Perspektive, den Ausblick auf schöne Dinge, die Vorfreude, einen Kopf und Kalender voller Pläne.

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Danke an Alu und Konsti von Große Köpfe für diese schöne Idee der „Wochenenden in Bildern“!

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