Grünes, grünes Singapur – Drachensteigen mal anders

Singapur ist grün, das wissen wir ja schon. Dass damit aber nicht nur die Außenflächen, Parks und begrünten Gebäude gemeint sind, zeigt uns auch unser Ausflugsziel dieser Woche mal wieder, dessen nächtliche Beleuchtung zu 100% aus Solarmodulen gespeist wird.

Unser Weg führt uns an diesem langen Wahl-Wochenende zur Marina Barrage, die nicht nur als Staudamm und Wasserreservoir dient, sondern auch ein Museum beherrbergt. Und das beste: Eine Dachterrasse, die mit einer riesigen Wiese zum Drachensteigen einlädt.

Wo anderswo Staudamm bloß Staudamm ist, vereint das fortschrittliche Singapur mal wieder Nützliches mit dem Schönen.

Während der Staudamm niedriger gelegene Zonen Singapurs vor Überschwemmungen schützt, so lassen sich bei starken Regenfällen bis zu neun Tore öffnen, um das Wasser abfliesen zu lassen. Bei Flut unterstützen dazu riesige Pumpen, die minütlich die Wassermenge eines olympischen Schwimmbeckens ins Meer abtransportieren können.

Unterdessen nutzen die Bewohner Singapurs den Stausee um ihrer Leidenschaft für den Wassersport, wie Rudern oder Drachenbootrennen nachzugehen.

Als Herzstück erhebt sich hoch über dem Wasser das Konstrukt der Marina Barrage, dessen Dachterrasse dank dieser exponierten Lage ganzjährig mit Wind versorgt wird und zum Drachensteigen (lassen) einlädt. Dazu kommt der fantastische Rundumblick, der vom weiten Meer mit seinen Frachtern, über den Gardens by the Bay und weiter bis zur Marina Bay mit den bekanntesten Highlights der Skyline Singapurs führt.

Da der Himmel uns heute Morgen einen der aktuell typischen Tropenregen bescherte, schweben nun noch angenehm schattenspendende Wolken hoch oben über uns. Der Schlechtwetterwind lässt die Drachen munter tanzen, von dessen Vielfältigkeit wir mehr als begeistert sind.

Unter dem schützenden Sonnensegel des Eingangspavillons sehen wir die Familien picknicken und Jugendliche ihre Geburtstagsfeiern zelebrieren, während die Kinder begeistert versuchen die Schatten der bunten Drachen zu fangen. Dass man hier gut den ganzen Tag verbringen kann, glauben wir gerne.

Nach einem Blick in den Shop im Erdgeschoss freuen wir uns über unseren günstigen und sehr guten Drachen aus Chinatown. Qualitativ verkaufen sie hier das gleiche, nutzen aber die Chance der bettelnden Kinderaugen, um 80 statt 18 Singapur Dollar dafür zu verlangen.

Wir bewaffnen uns nach ausgiebigem Drachensteigen und Picknick noch mit einem Eis, spazieren einmal um die Dachterrasse herum und wählen für den Rückweg anstatt des Aufzugs den Weg über die ebenfalls begrünten Rampen, die einen immer wieder neuen Blick auf die schöne Skyline ermöglichen.

Unten angekommen nutzen wir die Nähe zum Gardens by the Bay noch für einen kleinen Snack beim „Satay by the Bay“ Hawker mit seinem schönen Ambiente und seinem leider immer nur mittelmäßigen Essen… Da haben wir es wieder….Das Essen ist an Touristenhotspots leider nur selten gut.

Zum Abschluss toben wir eine Runde über den Abenteuer- und Wasserspielplatz und spazieren durch den Kaktusgarten und über die Helix Brücke zu unserem Bus. Über die Fahrt im Oberdeck des Doppeldeckers freut Felix sich heute wohl mit am meisten.

Und das Bemerkenswerte an unserem gesamten Tag: Bis auf die Verpflegung und die Busfahrten war alles kostenfrei. Man zahlt weder Eintriff für die „Drachenwiese“, noch für den Wasserspielplatz im Gardens by the Bay, den Kaktusgarten dort oder den Park selber.


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